Lokale Orbits begann als Reihe von Stücken mit kleiner Besetzung und Zuspiel,
wobei mit den beteiligten MusikerInnen Klänge der betreffenden Instrumente als
Ausgangsmaterial für die elektronische Verarbeitung aufgenommen wurden.
In Solo 5 habe ich mich auf das Spiel mit hauptsächlich einem der vielen möglichen Parameter
der Granularsynthese beschränkt: die tragende Tonbandschicht leitet sich von am Steg
gespielten Tönen ab, wobei die Einsatzabstände der Partikel konstant bleiben (schnelle Pulsation),
die Partikeldauer aber oszilliert - es entsteht ein Klangfluss, der in seiner Fasslichkeit
und räumlichen Verortung stets changiert. Kontrapunktisches Element sind einige Pulsare,
die zwar vom Instrument abgeleitet wurden, aber dennoch eher als genuin "elektronisch"
wahrgenommen werden - ein Attribut, das man beinahe auch manchen Spieltechniken des
Cellos zuschreiben könnte.
Das Projekt wurde mit Unterstützung der IGNM
(Internationale Gesellschaft für Neue Musik - österreichische Sektion der ISCM) realisiert.